Christian Varga: Die Geschichte der Eigentumswohnung ist dynamisch und basiert auf der Idee des selbstbewussten Wohnens mit viel Freiraum.

In der Schweiz wurden die rechtlichen Grundlagen für die Eigentumswohnung erst im Jahre 1965 im Schweizerischen Zivilgesetzbuch verankert. Entlang der Zeit wandelte sich
diese Wohnform kontinuierlich. Christian Varga von der Swiss Immo Trust AG unterstreicht: «Heute ist die Eigentumswohnung die Antwort auf ein verantwortungsvolles und nachhaltiges
Wohnen in der Zukunft.»

Das erste Wohneigentum entstand aus Mietwohnungen, die in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden. Im Laufe der Jahrzehnte verfeinerten Architekten diese Wohnform zu
immer grosszügigeren und komfortableren Lebensräumen. Christian Varga führt aus: Aufgrund ihres geringeren Platzbedarfs im Vergleich zu Einfamilienhäusern sowie der
Nutzung moderner Baustoffe und Technologien gelten Eigentumswohnungen als das zukunftsfähige Wohnmodell.

Der Ursprung der Eigentumswohnung

Die Idee von Wohneigentum, wie wir sie heute kennen, entstand ursprünglich in Deutschland. Schon 1951 schuf das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) die rechtlichen
Rahmenbedingungen für den Besitz und die Verwaltung von Eigentumswohnungen. In den folgenden Jahrzehnten erlebte Deutschland einen wirtschaftlichen Aufschwung. Der als
«Wirtschaftswunder» bekannte Zeitabschnitt förderte den Wohlstand im ganzen Land. Viele Menschen konnten sich nun eine Eigentumswohnung leisten.

Übertragung auf die Schweiz

Das Konzept der Eigentumswohnung findet auch in der Schweiz grossen Anklang. Das Schweizerische Zivilgesetzbuch (ZGB) von 1965 enthält ähnliche Regelungen wie das
deutsche WEG und bietet einen klaren rechtlichen Rahmen für das Wohnungseigentum. Christian Varga merkt an: «Neben der grossen Unabhängigkeit im Wohnen und dem
gesteigerten Lebenskomfort sehen viele Menschen im Erwerb einer Eigentumswohnung auch eine wertvolle Möglichkeit zur Vermögensbildung und Altersvorsorge.»

Der Brutalismus

Im Laufe der Zeit durchlief die Eigentumswohnung verschiedene Baustile. Von 1960 bis 1980 dominierte der Brutalismus, dessen Gebäude sich durch geometrische Formen, klare Linien
und massive, blockartige Strukturen auszeichnen. Diese Entwürfe sind häufig asymmetrisch und weisen komplexe Volumina auf. Der Hauptbestandteil besteht in der Regel aus
Sichtbeton, der in seiner natürlichen, unbehandelten Form belassen wird – zusätzlich unterstreichen Materialien wie Ziegel, Stahl und Glas diesen Stil.

Architektonische Weiterentwicklung

Christian Varga: «In den Jahren zwischen 1980 und 2000 zeichnete sich ein Trend hin zu individuellerem Design und hohen ästhetischen Ansprüchen ab. Eigentumswohnungen
wurden zunehmend mit besonderen architektonischen Merkmalen gestaltet.» Seit den 2000er Jahren steht das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund. Ein wachsendes
Bewusstsein für Umweltfragen führt dazu, dass nachhaltige Baupraktiken und energieeffiziente Technologien an Bedeutung gewinnen.

Futuristisches Wohnen

Die Zukunft der Eigentumswohnungen wird durch eine Kombination aus Nachhaltigkeit, technologischen Innovationen und sozialer Verantwortung geprägt sein. Architekten und
Stadtplaner stehen vor der Herausforderung, kreative Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Bedürfnissen der Bewohner als auch den Anforderungen einer sich wandelnden Welt
gerecht werden. Diese Visionen tragen dazu bei, lebenswertere Städte zu schaffen und gleichzeitig den ökologischen Fussabdruck des Bauens zu minimieren. In städtischen
Gebieten werden Eigentumswohnungen immer dichter gebaut. Hochhäuser oder vertikale Städte mit gemischter Nutzung – also Wohnen, Arbeiten und Einkaufen – werden
zunehmend verbreitet sein.

Ein besonderer Fokus liegt auf biophilem Design: Es wird bewusst eine Verbindung zwischen Innenräumen und der Natur gesucht.
Grosse Fensterfronten sorgen für viel Tageslicht, während Innenhöfe oder Terrassen mit Pflanzen sowie natürliche Materialien im Innenraum
eine harmonische Atmosphäre schaffen. Christian Varga bemerkt: «Die Gebäude werden auch so konzipiert, dass sie den zukünftig zu erwartenden extremen Wetterbedingungen
standhalten können – beispielsweise Hochwasserresistenz.»

Der moderne Ansatz

Christian Varga erwähnt: «Heute umfasst die Planung einer Eigentumswohnung eine komplexe Kombination vieler sensibler Faktoren. Neben den grundlegenden
architektonischen Aspekten ist ein tiefes Verständnis darüber erforderlich, wie sich die Bautechnologie der Zukunft entwickeln wird.»

Architekten und Stadtplaner müssen sich mit den Visionen für zukünftige Städte auseinandersetzen und dabei auch die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der
Gesellschaft berücksichtigen. Ein zentraler Aspekt bildet die zunehmende Bedeutung von Freizeitgestaltung und flexiblen Lebensmodellen.

Die Entwicklung neuer Ausbildungs- und Schulmodelle, die vermehrt auf das Lernen von zu Hause aus setzen, erfordert innovative Wohnkonzepte, die sowohl
Rückzugsmöglichkeiten als auch inspirierende Arbeitsumgebungen bieten. Christian Varga stellt fest: «Die Herausforderung besteht darin, all diese Elemente
harmonisch miteinander zu verbinden und Räume zu schaffen, die sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend sind.»

Insgesamt zeigt sich, dass die Planung von Eigentumswohnungen heute weit über traditionelle Ansätze hinausgeht. Sie erfordert interdisziplinäres Denken und eine
vorausschauende Herangehensweise, um lebenswerte und nachhaltige Wohnräume für kommende Generationen zu gestalten

Die neue Dimension der Planung

Schlussendlich lässt sich festhalten, dass die Planung einer Eigentumswohnung weit über rein bautechnische und physikalische Aspekte hinausgeht. Zukünftiges Wohnen wird eine
Lebensweise sein, die alle Facetten des Lebens integriert und harmonisch miteinander verbindet.

Christian Varga fasst zusammen: «Die Planungsabteilung der Swiss Immo Trust AG beschäftigt sich kontinuierlich mit den neuesten Entwicklungen in der Baukunst, Architektur
und sozialen Zukunftsvisionen. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage jedes Entwurfs.»